SustainAqua

Integrierte Lösungswege für eine nachhaltige und gesunde Süßwasseraquakultur

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Förderinstrument: EU-Projekt im 6. Rahmenforschungsprogramm
Projektdauer: 11.09.2006 - 10.09.2009
Projektleiter/in: Alexandra Oberdieck
Homepage: www.sustainaqua.org

SustainAqua ist ein dreijähriges EU Forschungsprojekt, welches durch das 6. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union co-finanziert wird. Das Projekt unterstützt den Europäischen Süßwasseraquakultursektor, der die wachsende Konkurrenz durch Länder mit niedrigeren Produktionskosten zu spüren beginnt. Ziel des Projektes ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Aquakulturfarmer zu stärken: ihre Produktion zu diversifizieren, die Qualität der Produkte zu steigern und ihre Produktionsmethoden zu verbessern.

Hintergrund
Europäische Aquakulturfarmer kämpfen zur Zeit an zwei Fronten: Einerseits sind sie durch die Globalisierung gezwungen, mit Produzenten aus Ländern mit sehr viel geringeren Produktionskosten zu konkurrieren. Andererseits müssen sie die strikten europäischen und nationalen Gesetzgebungen betreffend Produktqualität, Umwelt und Gesundheit einhalten. Dazu kommen gesetzliche Auflagen z.B. betreffend der Entsorgung von Abwässern, Wasserentnahmen, dem Einsatz von Chemikalien, der Futtermittelproduktion oder dem Einsatz gentechnisch veränderter Organismen. Der Erfolg des europäischen Aquakultursektors hängt zu einem Großteil von der Fähigkeit der Züchter ab, mit diesen Herausforderungen umzugehen.

Ziele
SustainAqua hat zum Ziel, die Süßwasseraquakultur nachhaltiger zu gestalten, und damit den europäischen Fischzüchtern zu helfen, global wettbewerbsfähig zu werden.
In dem Projekt wird die Wissensbasis von Aquakulturfarmern aus ganz Europa durch Trainingsmaßnahmen vor allem in folgenden Bereichen erweitert:

  • Produktdiversifizierung: Entwicklung ökonomisch wertvoller Haupt- und Nebenerzeugnisse,
  • Steigerung der Produktqualität,
  • Verbesserung der Produktionsmethoden.

 

Neben der Unterstützung der Fischzüchter, auf dem Markt konkurrieren und mit gesetzlichen Auflagen umgehen zu können, bringt das Projekt weitere bedeutende Vorteile mit sich: Insgesamt erwartet das Projektkonsortium Beiträge für eine umweltfreundlichere Fischwirtschaft zu leisten und durch die integrierten Ansätze besonders in ländlichen Regionen zusätzliche Arbeitsplatzpotentiale zu schaffen. Das Projekt zielt darauf ab, das Image der Aquakultur in den Augen der Endverbraucher und potentieller Kunden aus der Industrie wesentlich zu verbessern. Ein Schwerpunkt des Projektes ist es zudem, eine Reihe technischer Optimierungspotentiale zu präsentieren. Es ist anzunehmen, dass die neuen Technologien geringere Konstruktions-, Unterhalts- und Betriebskosten ausweisen werden, insbesondere was die Abwasserbehandlung angeht.